S.Y. Aldebaran

Technical data:

Type of ship Sonate Ovni 42 (Aluminium)
Length 13,5 m
Width 4 m
Draught 0,8 m to 2,5 m
Motive Power 100 m2 sails, diesel engine 47 kW
Power supply 12 V, 230 V, 380 V
Water supply 800 l Tank
Dinghy outboard motor 10 kW
Crew 8 persons

The ALDEBARAN can be sailed singlehandedly from the cockpit and has proved its sailing capability in a journey around the world.

In 1992 ALDEBARAN began as Europe's only swimming radio studio, that by now has grown to a multimedia platform. The ALDEBARAN is a 14 m aluminium vessel, type Sonate Ovni 42, built in France. Through a special device centre-board and keel can be pumped upwards. That enables the ALDEBARAN to move about in ocean regions with less than one metre depth. This is a great benefit for researchers, who mostly frequent the costal regions. Another advantage is the "angular formed hull". The flat base prevents the ALDEBARAN from tilting to one side, even when there is no water left underneath.

The inside of the ALDEBARAN
What certainly makes the ship very unique is its technical equipment inside. There are two radio studios capable of broadcasting, one functions digital over the laptop, the other is quite traditional. Reports can be broadcasted over a mobile satellite system. While sailing the open sea, texts can be published in the internet directly from aboard the ALDEBARAN, as least as long as the wind and the heaving waves don't drive the programmers on deck. Television and internet are part of daily life aboard and contributions for print are a by-product.

Thanks to digitizing and technological progress, the dimensions of computers are becoming smaller and smaller. Only the optimal use of space aboard the media vessel provides the right conditions for effective work. Every corner is used as stow-room, and behind any hatch, you may find cables that constitute the network aboard the ALDEBARAN underneath.

aldebaran2 Radio
There is a lot to hear even under water. The main focus of radio broadcasts are sea-based themes. From the outset, the ALDEBARAN was equipped with a complete radio broadcast studio. The studio located at the rear is so small that some sounds technicians have gotten little claustrophobic. Sea-worthiness is definitely a requirement if you want to produce reports here, where using a classic mike or a laptop. Radio reports are broadcast worldwide via a mobile Satellite. One of our long-time radio broadcast partners is for example DeutschlandRadio, which often broadcasts ALDEBARAN contributions during their program "Forschung Aktuell" (Current Research).

Television
In addition, a sea-worthy digital editing station (AVID´s MC XPress) has been built in on board. The cutting and editing process for TV productions like "Expedition ALDEBARAN" already begins here on board. Layouts are then sent to Hamburg for final editing.

Internet
Our first on-board daily internet project was for the 7th International Rosen Regatta in 1997. 120 pages were produced within a week, enabling the whole world to follow the biggest regatta taking place in the Baltic Sea. In practice, it works as follow: video and picture processing is done in the studio on the ship´s server and then the content is sent via a relay sattion in hamburg to be published on the Internet.

ALDEBARAN vermietet ein komplettes Hörfunkstudio für alle, die auf Sendung gehen wollen.

Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin (so lange der Vorrat reicht...) unter:
+49 -(0) 40 - 32 57 21 0
oder mailen Sie uns:
web@aldebaran.org

Studio-Equipment

2 AEG M 15 Bandmaschinen,
1 AEG Bandmaschine M21
20 Kanal EMT Pult
1 DAT Recorder
2 CD-Player
2 Hall- und Effektgeräte
2 Cassettendecks, 1 Ballempfang UKW, Studio Boxen, Telefon, Sprecherkabine u.a.

Übertragunsdienstleitungen

Codec incl. ISDN Anschluß zur Übertragung von High-Speed Data ISDN Diensten incl. Codec CCS CDQ Prima für PKI (7,2 kHz) oder MUSICAM (15 kHz)

Ein Schiff im Garten - Die Geschichte des Forschungs- und Medienschiffes ALDEBARAN

Alles begann in einem kleinen Garten im schwäbischen Winzeln weitab jeden Wassers. An diesem für eine Werft ungewöhnlichen Ort verwandelte sich mit Hilfe eines größeren Kredites das im Wirbelsturm "Hugo" beschädigte Aluminium-Segelschiff in das knallgelbe Forschungs- und Medienschiff ALDEBARAN. Viel wurde über die spinnerte Idee von Initiator Frank Schweikert, ein schwimmendes Hörfunkstudio zu bauen und damit auch noch Umweltkommunikation zu betreiben (um Himmels Willen, was sollte das schon sein?) gelächelt. Motivation genug, um dranzubleiben und die Vision ALDEBARAN zu verwirklichen. Am 28. August 1990 war es dann soweit, um 6 Uhr morgens rollt der Schwertransport mit Polizeibegleitung im kleinen Dorf Winzeln im Schwarzwald ein. Ein Schwerlastkran hob die Sonate OVNi 43 vom Lkw und setzte sie im Garten ab. Da der Umbau im hinteren Teil des Gartens stattfinden sollte, wurde das Schiff wie bei den alten Römern mit Hilfe der ortsansässigen Holzfäller mit Rundhölzern unterlegt, auf denen es in den hinteren Teil des Gartens gezogen wurde.

Seit März 1991 wurde dann mit einer großen Schar von ehrenamtlichen Helfern und Handwerkern aus dem Ort am Schiff gearbeitet. Alle Inneneinbauten wurden aus dem Schiff entfernt, damit besonders in der hinteren Koje Platz für ein Radiostdio und ein Labor geschaffen wurde. Es wurde Herbst. Um im Winter über weiterarbeiten zu können, wurde um das Schiff herum ein Bierzelt gebaut und eine provisorische Heizung installiert. Besonders schwierig war das Schweißen der dicken Aluminiumteile. Die Wasserkühlung der großen Schweißgeräte froren im Winter nicht selten ein.

Parallel zum Schiffsumbau gründete sich ebenfalls unter dem Namen ALDEBARAN die Organisation für Umweltkommunikation, denn nur in Verbindung mit einer koordinierenden Zentrale machte das Projekt Sinn und effektives Arbeiten möglich. ALDEBARAN, das war von Anfang an klar, würde immer als Non-Profit Organisation arbeiten. Im September 1991 wurde das ALDEBARAN-Konzept erstmals auf der Schiffsmesse "Interboot" in Friedrichshafen einer Fachöffentlichkeit vorgestellt. Zahlreiche Gespräche mit möglichen Sponsoren, mit Politikern, Wissenschaftlern folgten. Der durch das ZDF bekannt gewordene Meeresbiologe Rupert Riedl übernahm die Schirmherrschaft über das Projekt.

Hand gegen Koje

Mit Aushängen wurden in ganz Deutschland freie Mitarbeiter gesucht und gefunden, die meist für ein Taschengeld und für eine Segelreise mit anpackten. In der Kastellstraße in Winzeln reisten immer mehr Auswärtige ein. Für viele war die Schiffsbaustelle nicht nur ein technisches, sondern auch ein menschliches Erlebnis und die Ideen aus vielen Köpfen formten langsam aus dem sturmgebeutelten Segelschiff eine Forschungs- und Medienyacht.

Besonders komplex war der Einbau der Elektronik und Elektrik, denn die Salzwasseratmosphäre in der sich das Schiff künftig aufhalten sollte, ist der Erzfeind aller Datenleitungen und Steckverbinder. Deshalb mußte hier ein sorgfältiger Aufwand betrieben werden, um alle empfindlichen Bereiche so gut wie möglich abzudichten.

Ein spannender Moment war der Einbau des neuen Schiffsdiesels, der gleichzeitig als kräftiger Stromgenerator und Warmwasserlieferant funktionieren mußte. Das Zeltdach wurde zur Seite geschoben, damit mit einem Teleskopkran die Maschine langsam und milimetergenau im Schiffsrumpf versenkt werden konnte. Das schwierigste waren am Ende die Lackierarbeiten mit dem speziellen und extrem haltbaren Flugzeuglack.

Im Eiltempo und parallel zum Schiffsinnenausbau wurde das Tonstudio zusammengebaut, um es auf der zweiten Wassersportmesse, der "BOOT 1992" in Düsseldorf der Öffentlichkeit vorzustellen. Dort ging man auch gleich auf Sendung für den damaligen Deutschlandfunk und den NDR.

Nach 18monatiger Umbauzeit fand im Rahmen eines Dorffestes am 16. Mai 1992 die Schiffstaufe statt. Das bis dahin im Zelt verborgene Geheimnis wurde gelüftet. Wenige Tage ging die ALDEBARAN per LKW auf große Fahrt nach Fehmarn. Tag und Nacht wurde gearbeitet, um am Tag der Umwelt (5. Juni 1992) in Kiel vor dem Institut für Meeresforschung festzumachen. Schnell noch den Mast setzen und auf zur nächtlichen Überführung nach Kiel. Im Morgengrauen erreichte die ALDEBARAN pünktlich Ihr Ziel und erschien auf Einladung des Meeresforschers Dr. Uwe Kils. Nach einer Pressekonferenz fiel der endgültige Startschuß für eines der spannendsten Projekte im Bereich der Umweltkommunikation zum Schutz der Meere und Ozeane.

1998 gab es in Hamburg eine zweite intensive Werftzeit für das Schiff. Auf dem neuesten Stand der Technik und mit einem moderneren Outfit ist sie nun wieder unterwegs. (aktuelle Bilder der ALDEBARAN)

Um die Welt...

Ihre Hochseetauglichkeit bewies die ALDEBARAN mit ihrem Vorbesitzer, einem französischen Arzt, der mit ihr um die Welt gesegelt ist. Das rundum vertrauenswürdige Schiff hat seitdem allerdings etwas an Gewicht zugenommen und gleitet heute mit etwa 14 t durch die See.

All information originating from Aldebaran´s website

Offshore radio station: Regattaradio FM 105,75 MHz from 5th July to 12th July 1993 during the "Regatta of Roses" aimed at journalists of all kind. The transmitter had a reach of about 40 km.

Location: International waters of the Baltic Sea, sailing from Warnemünde  to the regions of Ystad, Bornholm, Swinoujscie, Peenemünde and Stralsund

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